Vorwort

Die vorliegende Konzeption gilt als Richtlinie für die Arbeit in unserer Kindertageseinrichtung des Apfelbäumchen e.V. Stuttgart Killesberg.

Sie enthält die organisatorischen, pflegerischen und pädagogischen Aufgaben und dient zur Orientierung für Eltern, Erzieher, Kinder und alle, die an unserer Arbeit interessiert sind.

Die Konzeption wird im Laufe der Zeit immer wieder auf die aktuellen Begebenheiten abgestimmt.

  

„Das Kleinkind weiß,
was das Beste für es ist.
Lasst uns selbstverständlich
darüber wachen,
dass es keinen Schaden erleidet.
Aber statt es unsere Wege zu lehren,
lasst uns ihm Freiheit geben,
sein eigenes kleines Leben
nach seiner eigenen Weise zu leben.
Dann werden wir, wenn wir gut
beobachten,
vielleicht etwas über
die Wege der Kindheit lernen.“

 

Maria Montessorii

 

Trägerschaft 

Träger der mittlerweile 3 Kindertageseinrichtungen ist der gemeinnützige Verein Apfelbäumchen e.V. Er entstand aus einer Elterninitiative, mit dem Ziel Betreuungsmöglichkeiten und Plätze für Kinder zu schaffen. 

Gegründet wurde der Kinderspielclub im Jahr 1996 mit Hauptsitz im Stadtgebiet Stuttgart West. Er umfasste zirka  20 Vereinsmitglieder, davon 5 Vorstände.

1997 startete die Einrichtung mit 2 betreuten Spielgruppen, die mittlerweile seit Anfang 2012 in eine eingruppige Kita erweitert wurde. Nach dem gleichen Schema wurde 2008 in Stuttgart Ost eine weitere Einrichtung für zwei betreute Spielgruppen eröffnet und 2010 in eine eingruppige Kita umgewandelt.

Durch das Anmieten weiterer Räume am Standort Ost, ergab sich die Möglichkeit  die Einrichtung auf zwei Kita - Gruppen Anfang 2012 zu erweitern. 

Heute betreibt der Verein drei Einrichtungen. 

Das Apfelbäumchen Ost bietet Plätze für 18 Kinder zwischen 10 Monaten und 3 Jahren. 

Das Apfelbäumchen West hat 10 Plätze zur Verfügung. 

Das Apfelbäumchen Nord hat 2 Gruppen mit 15 Plätzen für Kinder von 2-6 Jahren, wovon jeweils 5 Plätze Kindern unter 3 Jahren vorbehalten sind, sowie eine Krippengruppe mit 10 Plätzen anzubieten.

Der Verein besteht heute (Stand 2014) aus ca.35 Mitgliedern sowie 3 Vorständen.

 

Gesetzliche Grundlagen (Sozialgesetzbuch) 

Auftrag der Einrichtung nach 22 SGB VIII 

1. In allen Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztags  aufhalten, soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gefördert werden. 

2. Die Aufgabe umfasst Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes. Das Angebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihren Eltern orientieren. 

3. Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben sollen die in den Einrichtungen tätigen Fachkräfte sowie andere Mitarbeiter mit den Familien zum Wohl der Kinder zusammenarbeiten. Die Erziehungsberechtigten sind an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Einrichtung zu beteiligen.

Der Kindergarten ist eine familienergänzende Einrichtung, in der die Grundlagen zur Entwicklung des Kindes  zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geschaffen werden.

  

Kindeswohl 

Das Wohlbefinden und Wohlergehen des Kindes ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Lern- und Entwicklungsprozesse stattfinden.

Deshalb gehören Sorge und Schutz des Kindes ebenso zu den Aufgaben unserer Einrichtung, wie der Aufbau einer vertrauten Beziehung zu jedem Kind.

Dort wo unsere Kapazitäten und Kompetenzen nicht ausreichen, nutzen wir in Absprache mit den Eltern auch externe Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten.

Gemeinsam wollen wir ein positives Erziehungsumfeld für die Kinder schaffen.

 

Beteiligungs- und Beschwerdemanagement 

Beteiligungsmanagement 

Kinder haben das Recht, nicht nur über die Gestaltung des gemeinsamen Alltags in der Einrichtung mitzuentscheiden, sondern sich auch über das Verhalten der pädagogischen Fachkräfte ihnen gegenüber zu beschweren.

Unser Beschwerde - und Beteiligungsmanagement gibt den Kindern die Möglichkeit „von klein auf“ Wertschätzung zu erfahren und als Teil der Gemeinschaft Selbstwirksamkeit kennenzulernen.

Beteiligung ist Teil eines Interaktionsprozesses, der auf dem Prinzip der Gleichberechtigung basiert. In der pädagogischen Praxis geht es darum, Kindern kontinuierlich die Möglichkeit zu geben, Situationen im entdeckenden Lernen selbst zu gestalten, Lernwege selbst zu finden und auch "Umwege" zuzulassen. 

Es ist die Aufgabe von Erwachsenen, Kindern das ihnen zustehende Recht auf Beteiligung in der Praxis möglich zu machen. Es hängt von der erzieherischen Haltung ab, wie sich pädagogische Fachkräfte mit den Kindern in Beziehung setzen und welche Beteiligungsmöglichkeiten sie ihnen anbieten. 

Beteiligung und Beschwerdemanagement erfordern die Reflexion der Fachkräfte darüber, was sie den Kindern zutrauen und welche Herausforderungen sie ihnen zumuten. Grundsatz ist daher für uns immer: „Was auch immer Kinder selbst in die Hand nehmen können, sollen sie auch tun.“ Dabei sind ein starkes Selbstvertrauen und die Erfahrung der eigenen Wirksamkeit sowohl Voraussetzung als auch Ziel der Mitwirkung. 

Wir leben in unserem Alltag das Prinzip: "Wenn ich etwas wissen will, muss ich fragen." Dies gilt zum einen für die Fachkräfte, um Wünsche, Vorlieben, Befinden und Ideen der Kinder heraus zu bekommen. Zum anderen wird den Kindern so die Möglichkeit gegeben und das Recht eingeräumt, Sachverhalte zu hinterfragen und Bedürfnisse kenntlich zu machen

 

Umsetzung in unserem pädagogischen Alltag: 

Im Freispiel: 

Im Freispiel wählen die Kinder ihren Spielbereich, das Spielmaterial sowie die Spieldauer und den Spielpartner selbstständig aus. 

Bei geplanten Angeboten:

Die Kinder entscheiden frei für sich, ob und wann sie an geplanten Angeboten der Erzieher teilnehmen möchten. 

Im Morgen - und Abschlusskreis:

Die Kinder wählen die Spiele, Lieder und Aktionen eigenständig aus.

Zudem hat jedes Kind die freie Wahl, ob es sich aktiv beteiligen möchte oder lieber in der Beobachterrolle bleibt. 

Bei den Mahlzeiten:

Die Kinder gestalten den Essensplan nach ihren Wünschen mit. Ebenso entscheidet jedes Kind für sich selbst wie viel es essen möchte. Die Kinder decken täglich abwechselnd den Tisch und können so die Sitzordnung mitentscheiden. 

 

Beschwerdemanagement 

Kinder sind als Ideen- und Beschwerdeführer aktiv mit einzubeziehen. Sie sollen im Alltag der Kindertageseinrichtung erleben, dass sie bei Unzufriedenheit über unterschiedlichste Ausdrucksformen ernst und wahrgenommen werden.

Kinder verfügen über unzählige Ausdrucksformen zur Beteiligung und Beschwerde. Die wohl am Häufigsten benutzte ist das Weinen, Quengeln oder Schreien. Wenn die Sprachentwicklung schon fortgeschritten ist, kommt der Gebrauch der untermauernden Wörter dazu („Nein“, „Stop“, „Ich möchte das nicht“). Oftmals zeigen Kinder ihren Unmut auch durch die Körperhaltung. Sie drehen sich um und  gehen weg, stampfen mit den Beinen oder verstecken ihr Gesicht hinter den Händen.

Ein weiteres Beschwerdemittel ist die Verweigerung. Sie essen nicht, spielen nicht mit, wollen nicht getröstet werden oder nehmen Vorschläge nicht an. 

Um auf all die direkten und indirekten Beschwerden der Kinder eingehen zu können, bedarf es der ständigen Beobachtung durch die Erzieherinnen. Sie müssen schnell und angemessen reagieren und den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Beschwerde, in welcher Form auch immer, ernst genommen zu wissen. 

Eine erklärende und authentische Kommunikation, Respekt gegenüber den kindlichen Empfindungen sowie die Einsicht, dass es auch von Seiten der Erwachsenen Unvollkommenheiten, Fehlverhalten und Verbesserungsmöglichkeiten gibt, ist hier Voraussetzung. Wir besprechen mit den Kindern die aktuelle Situation und unterstützen bei der Suche nach Lösungsvorschlägen. Sehr wichtig ist uns zudem die Funktion des Vorbilds. Wir sind uns unserer Handlungen und Umgangsformen bewusst und gehen mit gutem Beispiel voran.

 

Organisation 

Öffnungs- und Abholzeiten:

 Montag - Donnerstag08.00 Uhr – 13:00 Uhr / 15.30 Uhr / 16:30 - 17.00 Uhr
 Freitag08.00 Uhr – 13:00 Uhr / 15.30 Uhr

Um den Kindern einen festen Tagesrhythmus zu ermöglichen, sollten die Kinder bis 8.30 Uhr gebracht und nicht vor 13:00 Uhr, 15.30 Uhr bzw.16.30 Uhr abgeholt werden, da wir diese Zeit mit der Gruppe gestalten möchten. 

 

Schließzeiten: 

Die Tageseinrichtung ist in den Ferienzeiten außer zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige ganztägig geöffnet.

Wir behalten uns vor, an Tagen zwischen Feiertagen und Wochenenden die Einrichtung zu schließen, um pädagogische Tage durchzuführen. Die Schließtage werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

 

Aufnahmekriterien: 

Wir nehmen Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren in unserer Kindertageseinrichtung auf.

Das Betreuungsangebot richtet sich grundsätzlich nur an die Kinder, die zusammen mit ihren Eltern oder Personensorgeberechtigten ihren Hauptwohnsitz in der Stadt  Stuttgart haben.

Ausnahme: Es ist ein freier Platz vorhanden und es liegt eine Kostenübernahme der Herkunftsgemeinde oder eines Dritten vor.

Bei uns werden die Kinder ganzjährig aufgenommen. Sobald ein Platz frei wird, vergeben wir ihn gerne.

Für die Kinder, die nicht sofort einen Platz bekommen, führen wir eine Warteliste. Das Anmeldeformular für die Warteliste befindet sich auf unserer Homepage. 

 

Lage 

Das Apfelbäumchen Nord liegt im Stuttgarter Norden am Killesberg gelegen in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Grünanlagen.

 

Apfelbäumchen e.V. Killesberg

Birkenwaldstr. 213

70191 Stuttgart-Nord

 

In direkter Nähe zu unserer Einrichtung befindet sich der Höhenpark Killesberg, welcher mit vielen Attraktionen, wie dem Killesbergtum, der Killesbergbahn, einem großen Spielplatz, einem Wasserspielplatz, Tiergehegen, Grünflächen und verwinkelten Waldabschnitten zu vielfältigen Ausflügen einlädt. 

Auch der Kräherwald, sowie der Rosensteinpark mit seinem kulturellen Angebot sind schnell zu erreichen. 

Die Killesberghöhe bietet unterschiedliche Einkaufsmöglichkeiten wie Aldi, Edeka, Alnatura sowie einen Bäcker, welche zu Fuß schnell zu erreichen ist.

Die Einrichtung befindet sich direkt an der Haltestelle „Kunstakademie“ der Buslinie 44. Auch die Haltestelle „Killesberg“ (U5, 43, 57), liegt nur wenige Gehminuten entfernt.

 

Räume 

Die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte im Ü3 - Bereich gliedern sich in zwei Gruppenräume, einen Eingangsbereich inkl. Garderobe, eine Küche, einen separaten Essensbereich, einen Schlafraum sowie einen kindgerecht eingerichteten Sanitärbereich. Im Nebengebäude befindet sich das Büro sowie ein Personalraum.

Die Gruppenräume sind nach dem offenen Konzept gestaltet und demnach unterschiedlich eingerichtet. Im Gruppenraum „Mäusenest“ befindet sich eine Verkleidungsecke, die Bauecke sowie die Kuschel- und Leseecke.

In der Gruppe „Igelnest“ gibt es eine Hochebene, die Puppenküche sowie einen Autoteppich.

Die Türen der Gruppenräume sind die meiste Zeit geöffnet, so dass die Kinder sich frei bewegen und eigenständig entscheiden dürfen, mit wem sie wo spielen möchten.

Die Türen werden nur zu gruppeninternen Angeboten oder Aktionen vorrübergehend geschlossen.

Ein Atelierwagen befindet sich im Flur und ist jederzeit für alle erreichbar.

 

Personal 

Das Personal des Apfelbäumchen e.V. Killesberg setzt sich pro Gruppe aus drei pädagogischen Fachkräften zusammen. 

Die Leitungsfunktionen sind aufgeteilt in eine organisatorische und pädagogische Leitung.

Im Einzelnen sind im Apfelbäumchen e.V. Killesberg für die Betreuung eingestellt:

2 Gruppenleitungen ( davon 1 pädagogische Einrichtungsleitung )

2 Zweitkräfte (staatlich anerkannte ErzieherInnen / KinderpflegerInnen)

3 Drittkräfte (AnerkennungspraktikantInnen, staatlich anerkannte KinderpflegerInnen)

1 organisatorische Leitung

  

Unser Team 

Wir Mitarbeiter des Apfelbäumchen e.V. Killesberg bilden ein junges, kompetentes und motiviertes Team. Wir ergänzen uns nicht nur durch unsere unterschiedlichen Ausbildungen und pädagogischen Schwerpunkte, sondern besonders durch unsere jeweilige Individualität, die wir in die tägliche Arbeit mit Freude einbringen. 

Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen im Rahmen der Teamarbeit sind für uns selbstverständlich. Unsere Grundhaltung gegenüber den Kindern ist geprägt von Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Das Interesse an der Erfüllung der gemeinsam entwickelten Ziele lässt für die Kinder eine vertrauensvolle Atmosphäre und Verlässlichkeit entstehen. Durch regelmäßige Fortbildungen und Supervision erweitern wir unseren Wissensstand sowie Qualitätsstandard und bleiben somit ein qualitativ geschultes Personal mit den unterschiedlichsten Begabungen und Schwerpunkten.

 

Die Gruppen

      Gruppe 1: „Igelnest“ (15 Kinder, Ü3 / davon 5 Plätze für Kinder U3)

      Gruppe 2: „Mäusenest“ (15 Kinder, Ü3 / davon 5 Plätze für Kinder U3)

  

Pädagogische Arbeit 

Die Einrichtung des Apfelbäumchen e.V. ist eine private familienergänzende Tageseinrichtung mit dem Erziehungsziel, die Entwicklung des Kindes altersentsprechend in den verschiedensten Bereichen zu fördern, zu unterstützen und zu stärken. 

 

Unser pädagogischer Ansatz


wir wollen jedes Kind annehmen, so wie es ist, da abholen wo es steht und in seiner Entwicklung begleiten

 
wir orientieren uns an der Lebenssituation, den Bedürfnissen sowie Neigungen der Kinder

wir geben dem sozialen Lernen den absoluten Vorrang

wir nutzen die Spontaneität und Neugierde der Kinder

wir nehmen uns viel Zeit für Gespräche, Vorlesen und Kuscheln

wir geben dem Kind viel Freiraum ( Freispiel )

wir geben dem Kind die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, „nur“ zuzusehen, sich auszuruhen und zu träumen

wir betrachten jede alltägliche Situation als wertvolle Lerngelegenheit

wir möchten die Kinder für das Leben stark machen und ihnen Selbstvertrauen und Selbständigkeit mit auf den Weg geben

wir möchten den Kindern zu sozialen Kompetenzen verhelfen. Für ein soziales Miteinander fördern wir kommunikative Fähigkeiten, wie zuhören können und ausreden lassen, aber auch Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme

wir versuchen durch gezieltes Beobachten den individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes zu erkennen und dort mit der individuellen Förderung anzusetzen

 

Unser Bild vom Kind

Kinder sind Akteure ihrer Entwicklung und wollen eigenaktiv tätig sein

jedes Kind wird mit seiner Gesamtpersönlichkeit wahrgenommen und         wertgeschätzt

jedes Kind braucht seinen persönlichen Sinn um zu lernen

Kinder brauchen eine emotional stabile Beziehungsebene um sich bestmöglich entwickeln zu können

Kinder haben ein Recht auf Mitsprache und Mitgestaltung bei allen Entscheidungen, die sie betreffen

Kinder benötigen Zeit, Raum und Anregungen, um ihre eigenen Entwicklungsschritte auszuprobieren, zu verändern oder zu festigen

 

Unsere pädagogischen Schwerpunkte

In unserer Kindertagesstätte arbeiten wir nach keinem starren Konzept. Vielmehr sehen wir unsere pädagogische Arbeit als eine innere Haltung und Überzeugung an, nach welcher wir unsere pädagogischen Ziele hinsichtlich der Vermittlung lebenspraktischer Kompetenzen ausrichten. Diese überprüfen und entwickeln wir regelmäßig gemeinsam im Team und in der Supervision weiter. Wir orientieren uns dabei am Baden Württembergischen Orientierungsplan, bekannten pädagogischen Ansätzen wie z.B. Maria Montessori und den individuellen Bedürfnissen der Kinder.

Gemeinsam haben wir unsere pädagogischen Schwerpunkte in Bezug auf die Vermittlung jener Kompetenzen erarbeitet, welche wir für das spätere (Schul-) Leben für wertvoll erachten. Die Kinder für ihr zukünftiges Leben und ihre individuelle Entwicklung stark zu machen, liegt uns besonders am Herzen.

 

Schwerpunkt: Selbstvertrauen 

Schon im Kindergarten, aber spätestens während der Schulzeit müssen Kinder Schritt für Schritt ohne die ständige Unterstützung ihrer Eltern zurechtkommen. Dabei sind sie vielfältigen Anforderungen und Belastungen ausgesetzt. Trennung von zu Hause, Konflikte mit Freunden, hohe Leistungsanforderungen und Erfolgsdruck gehören zum Alltag. Um diese verschiedensten Auseinandersetzungen erfolgreich zu überstehen, brauchen Kinder ein starkes Selbstbewusstsein und Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Der Grundstein Selbstvertrauen wird in den ersten sechs Lebensjahren gelegt.

 

Wenn Kinder Selbstvertrauen haben …

haben sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten

schätzen sie sich selbst wert

geben sie bei Niederlagen nicht auf

lernen sie durch Erfolg und Misserfolg

probieren sie gerne Neues aus

wissen sie, dass sie für Fehler nicht getadelt werden

suchen sie den Fehler nicht grundsätzlich bei sich selbst

probieren sie „Dinge“ mehrmals aus

haben sie ein Ziel und vertrauen bei der Erlangung auf ihre Fähigkeiten

wissen sie darüber Bescheid, dass sie in ihrem Leben schon viel gelernt und geschafft haben

sind sie sich ihren Lernerfolgen bewusst

haben sie die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die an sie glauben

fühlen sie sich anerkannt und wertgeschätzt

werden ihnen Herausforderungen gestellt, die sie meistern möchten

wissen sie, dass sie bei Misserfolgen getröstet werden

sind sie stolz, dass sie etwas geschafft haben

wissen sie genau, was sie gut können

freuen sie sich auf Herausforderungen

 

Wir ermöglichen dem Kind …

seine Fähigkeiten, Stärken und Interessen im Freispiel, im Freien, beim Spielen und Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien und bei vielfältigen Angeboten herauszufinden und zu erproben, um ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln

stets ein positives Feedback für seine Lernerfolge, um diese wertzuschätzen und so das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken

in unserem Alltag einen Raum, in dem es Lernprozesse und -fortschritte täglich erneut wiederholen und erweiterten kann, um ihm zu vermitteln, dass neue Fähigkeiten erst erlernt werden müssen und bei Niederlagen nicht aufgegeben werden sollte

stets neue Anreize seine Fähigkeiten zu erproben und weiter zu entwickeln, um eine Lernfreude und ein Interesse am Ausprobieren zu fördern

jederzeit über seine „Misserfolge“ zu sprechen und stehen dem Kind emotional bei, um es zu bestärken seine Ziele weiter zu verfolgen

eine kontinuierliche Wertschätzung und Veranschaulichung seiner Fähigkeiten und Lernerfolge bspw. anhand des Portfolios, um ihm seine Lernerfolge und schrittweise Weiterentwicklung zu verdeutlichen

eine Haltung der Erzieher, die Stärken des Einzelnen in den Fokus zu rücken.

vielfältige Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitgestaltung des Kindergartenalltags, um an diesen Aufgaben und Herausforderungen zu wachsen

ein freies Ausprobieren und Experimentieren durch ausgiebige Freispielphasen, in welchem es sich als Gestalter und “Richtungsgeber“ seiner Selbst erproben und ausleben kann

vielfältige Möglichkeiten und Situationen im Kindergartenalltag um selbstständig tätig zu werden, um ihm eigens gemachte und nachhaltigere Erfahrungen nicht vorweg zu nehmen

  

Schwerpunkt: Achtsamkeit 

Achtsamkeit als Lebenshaltung bezieht sich auf unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle und Gedanken, unser Verhalten und unsere Beziehungen zu anderen, aber auch zu unserer Lebenswelt und zur Natur. Durch Achtsamkeit können Fürsorge und Verantwortung erwachsen, die dann die Beziehungen, Alltagsentscheidungen und unser Tun prägen. Dieses achtsame Spüren und das Akzeptieren und Bewusstwerden dessen, was in uns im aktuellen Moment vor sich geht, ermöglicht Empathie mit uns selbst und anderen.

 

Wir ermöglichen dem Kind …

über seine Gefühle offen reden zu können, indem wir ihm (vor allem) in Frustsituationen als Unterstützer zur Seite stehen

die Einsicht, dass jede Art von Gefühlen (Wut, Freude, Trauer, Angst) wertvoll ist und auch gezeigt werden darf

ein Vorbild, indem wir offen über unsere Gefühle sprechen

Räume im Kindergartenalltag, um über Gefühle und Erlebtes sprechen zu können (Morgenkreis, Vier-Augen-Gespräch)

Transparenz, in dem wir den Kindern auf Nachfrage erklären, warum ein Kind oder Erwachsener in einer Situation so gehandelt hat

die Erkenntnis, dass auch Erwachsene mal Fehler machen und diese entschuldigen können

ein Vorbild, indem wir mit den Materialien und Eigentümern der Kinder aber auch mit den Kindergartenmaterialien achtsam umgehen

ihre Achtsamkeit jederzeit im pädagogischen Alltag erproben zu können

ein Vorbild, indem wir im Team respektvoll miteinander umgehen

die Überzeugung, dass auch ihre Wünsche, Gefühle und Meinungen wertvoll und zu beachten sind

einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und unseren Rohstoffen wie Wasser, indem wir als Vorbild fungieren

ausreichend Ruhephasen und Rückzugsmöglichkeiten, in denen sich das Kind nur auf sich, seine Gefühle und Bedürfnisse besinnen kann

kindgerechte Regeln im täglichen Miteinander

das Erproben von Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Toleranz und Umsicht (Mitwirkung beim Tischdecken, die Großen helfen den kleinen Kindern beim Treppensteigen)

die Selbstverständlichkeit von „Bitte“ und „Danke“

  

Schwerpunkt: Kommunikationsfähigkeit 

Die Kommunikationsfähigkeit bildet eine grundlegende Komponente der kindlichen Entwicklung. Sie ist eines der Schlüsselelemente für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur Ausbildung einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit. Sprache und Kommunikation sind als Mittel zur Verständigung die Brücke zwischen Menschen und Kulturen. Sie dienen zur Verarbeitung von Erlebnissen und zum Verstehen von Zusammenhängen. Sie ist das elementare Bedürfnis sich mitzuteilen und auszutauschen. Über die Kommunikation beginnt der allmähliche Aufbau einer zwischenmenschlichen Beziehung. Durch Kommunikation können wir Fragen stellen, Gefühle mitteilen und beschreiben, Wünsche und Bedürfnisse äußern, Beziehungen knüpfen und Konflikte lösen.

 

Wir ermöglichen dem Kind …

den ganzen Tag über Möglichkeiten zum intensiven Austausch (Gesprächsrunden im Morgenkreis, Vier-Augen-Gespräch, beim Wickeln, beim gemeinsamen Mittagessen)

jederzeit ein offenes Ohr für seine Ideen, Wünsche, Bedürfnisse und Geschichten

Mitspracherecht in allen das Kind betreffenden Entscheidungen

ein Vorbild, indem wir höflich und respektvoll miteinander kommunizieren

vielfältige Gelegenheiten um die kommunikativen und sprachlichen Kompetenzen zu erweitern (Lieder, Fingerspiele, Reime, Stuhl- und Kreisspiele)

vielfältige Sprachanreize durch Ausflüge, gemeinsame Mahlzeiten, eine ansprechende Raumgestaltung, wechselndes Spielmaterial sowie Materialien, die zum Rollenspiel anregen

eine große Auswahl an wechselnden Bilderbüchern (Bücherei), die zum kommentieren und nacherzählen einladen

durch die kleine Gruppengröße Möglichkeiten zu intensiven Beziehungen und ersten Freundschaften

Wertschätzung und Anerkennung für seine sprachlichen Fähigkeiten, indem wir die Kinder nicht auf mögliche Sprachfehler hinweisen, sondern ihnen korrektives Feedback geben

 

Der Orientierungsplan 

Unsere pädagogische Arbeit richtet sich nach dem Orientierungsplan Baden-Württemberg. Dieser „Wegweiser“ für den Elementarbereich soll eine Orientierung für Fachkräfte und Eltern bieten und insbesondere die Grundlagen für eine frühe und individuelle begabungsgerechte Förderung der Kinder schaffen. Grundgedanke hierbei ist, dass Kindertageseinrichtungen neben den Aufgaben der Erziehung und Betreuung auch einen Bildungsauftrag haben, der sich an den spezifischen, altersstrukturell bedingten Bedürfnissen der Kinder orientieren soll. Folgende Entwicklungsbereiche finden demnach in unserem Alltag Beachtung: Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl – Mitgefühl, Sinn, Werte und Religion.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld 1: ,,Körper''

 

Für die Kinder ist Bewegung ein wichtiges Mittel, Wissen über ihre Umwelt zu erwerben, sie zu begreifen, auf sie einzuwirken, Kenntnisse über sich selbst und ihren Körper zu erwerben.

Wir möchten in unserer Einrichtung vielfältige Bewegungsanreize schaffen den eigenen Körper zu spüren, wahrzunehmen und zu erleben.

Nur wenn das Kind eine gewisse Freiheit an Bewegung bekommt, kann es seinen Bewegungsdrang stärken und durch ständige Wiederholungen verinnerlichen.

In unserer Einrichtung, auf Ausflügen und in unserer Umgebung haben die Kinder die Möglichkeit ihre Ausdauer, ihre Kondition, ihr Körpergefühl, ihre Reaktion, ihre Raumorientierung, ihr Gleichgewicht, ihr Rhythmus und ihre Kraft durch springen, hüpfen, balancieren, rutschen, schaukeln, massieren, klettern sowie laufen und vielem mehr auszubauen.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld 2: ,,Sinne''

 

Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr, erforschen und entdecken die Welt durch Sehen, Beobachten, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen, Schmecken.

Ihnen soll ermöglicht werden, alle ihre Sinne zu nutzen, um sich die Welt ästhetisch anzueignen, sich in ihr zu orientieren und sie mitzugestalten.

Wir möchten in unserer Einrichtung durch verschiedene Sinnesmaterialien z.B. Knete, Sand, Steine, Erde, Wasser oder Obst und Gemüse, vielfältige Gelegenheiten zu sinnlichen Welterfahrungen, Zeit und Raum zum Erforschen, Experimentieren, Ausprobieren und Erleben innerhalb unterschiedlicher Erfahrungsfelder von Alltag, Kunst, Musik, Medien, Kultur und Natur, eröffnen.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld 3: ,,Sprache''

 

Die Kinder benötigen die Sprache um sich zu verständigen, um Dinge benennen zu können, um Gedanken zu klären und sich aus zu tauschen, um Erfahrungen und Gefühle mit zu teilen und um sich Wissen anzueignen.

Wir möchten in unserer Einrichtung durch eine sprachanregende Umgebung, wie Bücher, Lieder, Reime, Zungenbrecher und Spielmaterialien zum Sprechen, Summen, Singen, Flüstern, Lauschen und vielem mehr, einladen.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld 4: ,,Denken'' 

 

Kinder denken in Bildern und drücken sich über Bilder aus. Daraus entwickeln sich Fantasien und Visionen, die in der ästhetischen - künstlerischen Gestaltung ihren besonderen Platz und Ausdruck finden. Der Prozess des Denkens muss unterstützt werden, um beispielsweise Naturphänomenen auf die Spur zu kommen. Kinder treten in Beziehung zu ihrer Umgebung, in dem sie wahrnehmen, beobachten und forschen. Das Denken umfasst alle Fähigkeiten, die helfen zu erklären und vorher zu sagen. Dabei entwickeln Kinder eigene Erklärungsmodelle.

Wir möchten in unserer Einrichtung die Interessen und Themen der Kinder erkennen, ihren Wissensdrang, ihre Neugier und ihre Freude am Lernen lebendig halten, ohne dabei Schulwissen vorwegzunehmen. Wir unterstützen selbst organisiertes Lernen der Kinder und regen sie an, ihre eigenen Lernwege zu beschreiten.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld 5: ,,Gefühl und Mitgefühl''

 

Das menschliche Handeln ist begleitet von Emotionen, die zum täglichen Erleben und zum Umgang mit anderen dazu gehören.

Wir möchten in unserer Einrichtung Erfahrungsprozesse anregen und Grundsteine für die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder legen und somit den Umgang mit Freude, Wut, Wertschätzung, Angst, Achtung, Trauer, Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und vielem mehr, leben.

 

Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld 6: ,,Sinn, Werte, Religion''

 

Kinder vergleichen sich und andere. Sie sehen und erleben eine Vielfalt und Unterschiedlichkeit in Aussehen, Sprache, Handeln und der Gestaltung des Lebens. Kinder nehmen wahr, dass in ihren Familien und ihrem Lebensumfeld unterschiedliche Traditionen gelebt werden und sie erleben, dass nicht überall die gleichen Regeln gelten.

Wir möchten in unserer Einrichtung die Kinder in ihrem Selbstbestimmungsrecht ernst nehmen, sowie Gelegenheiten zum Einüben von Freiheiten und Grenzen, Bedürfnisse ausdrücken, Einfühlungsvermögen entwickeln, Verständnis zeigen, Kritikfähigkeit erlernen, Hilfsbereitschaft zeigen und Hilfe annehmen, Kooperation mit anderen lernen, Konfliktfähigkeit ausbilden, Frustrationstoleranz weiterentwickeln, Respekt zeigen, Toleranz entwickeln, Rücksichtnahme lernen, Gerechtigkeitssinn entwickeln, ermöglichen.

  

Leitbild 

In einer Atmosphäre der Geborgenheit sehen wir uns als Team und Begleiter für Kinder und Eltern.

Wir wollen eine warme, herzliche und geborgene Atmosphäre in unserem „Apfelbäumchen“ vermitteln. Wir Pädagogen legen Wert auf ein Klima, welches von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Die Kinder brauchen ein körperlich-seelisches Wohlbefinden, durch Lob, Ermutigung und Geborgenheit, um Selbstvertrauen zu entwickeln. Nur wenn die Kinder sich wohlfühlen, liebevolle und feste Bezugspersonen haben, können sie sich kindgerecht weiterentwickeln. In diesem sicheren Rahmen wollen wir mit den Eltern in Kontakt treten und sie vertrauensvoll bei ihren Fragen, Sorgen und Nöten unterstützen.

 

Zeit haben für das tägliche Miteinander

Wir leben nicht für die Kinder, sondern mit ihnen.

Die Entdeckung und Entwicklung des „Ichs", der eigenen Person, steht in dieser Altersgruppe im Vordergrund. Dieses möchten wir unterstützen, indem wir dem Kind unterschiedliche Erfahrungsräume in unterschiedlichen Gruppen (altershomogen sowie altersheterogen) ermöglichen und ihm so die Chance geben, sich auszuprobieren und auf vielfältige Weise wahrzunehmen und in der Interaktion mit anderen Kindern zu erfahren.

Damit das Zusammenleben in der Gemeinschaft mit Erzieher/innen und Kindern gelingen kann, gehören Anleitung und Begleitung beim gemeinsamen Spiel, sowie ein strukturierter Tagesablauf mit Ritualen, langen Phasen der Ungestörtheit aber auch der Aktivität zum festen Bestandteil unseres Kindergartenalltags.

 

Wir leben und vermitteln traditionelle Werte und Normen

Wir betrachten die gesamte Krippen- und Kindergartenzeit als Vorbereitung auf die Schule und möchten den Kindern daher grundlegende Fähigkeiten und Kompetenzen wie Geduld, Freude am Lernen, Sozialverhalten und Werte wie Höflichkeit, Selbständigkeit und vor allem Selbstvertrauen, sowie lebenspraktische Fertigkeiten mit auf den Weg geben.

 

Raum für ganzheitliche und individuelle Bildung und Förderung

Bei der Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren achten wir im besonderen Maße darauf individuell auf die Kinder einzugehen, ihre Bedürfnisse zu erkennen, ihrem Lebens - und Entwicklungsalter gerecht zu werden und ihnen sprachliche, emotionale, sinnliche, motorische und kognitive Anregungen zu eröffnen und Ihnen Werte, sowie ein Körper und Gesundheitsbewusstsein zu vermitteln.

Wichtig ist uns ebenso, dass die Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten eigene Interessen und Kreativität entwickeln, ihre Stärken erleben sowie ihre Wahrnehmung und Denkfähigkeit üben.

 

Umsetzung und Ziele in unserer Einrichtung 

Der Kindergarten stellt für die Kinder eine der ersten sozialen Kontaktmöglichkeiten außerhalb der Familie dar, in welchem es den Großteil seines Tages verbringt. Umso wichtiger ist es, ihnen auch hier geregelte Strukturen, Geborgenheit und Sicherheit zu bieten. Wir sehen uns, im Hinblick auf die Bedürfnisse des Kindes, als familienergänzende Einrichtung an. Das heißt, wir möchten all jene Aspekte des Familienlebens, wie gemeinsames Essen, feste Bezugspersonen, Rituale wie Geburtstage aber auch die individuellen Vorlieben der Kinder, in unseren pädagogischen Alltag mit einbinden.

Zusätzlich ermöglichen wir in der Einrichtung Erfahrungen sowie einen Lernzuwachs, die im familiären Alltag eventuell zu kurz kommen können, wie viele Ausflüge in die Natur, musisch-kreative Erfahrungen, Schulvorbereitung, Freispiel-Phasen, unbekannte Nahrungsmittel kennen lernen und vor allem den Austausch mit Gleichaltrigen. Das Kind ist Teil eines Ganzen, lernt in seiner Kindergartengruppe Verantwortung zu übernehmen, Regeln einzuhalten, aber auch Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu nehmen. Die Kinder haben innerhalb einer Kindergartengruppe beispielsweise die Rolle eines „schon großen Kindes“ im Gegensatz zur eigenen Familie, wo es vielleicht das „Kücken“ ist. Diese unterschiedlichen Lebensbereiche tragen maßgeblich zur Entwicklung der Identität bei.

 

Wir legen daher auch auf ein angenehmes familiäres Miteinander mit allen Eltern Wert, da wir vor allem eines gemeinsam haben: Wir verbringen viel gemeinsame Zeit mit dem Kind und möchten ihm nur das Beste mit auf den Weg geben. Einen kontinuierlichen Austausch über das Familien- und Kindergartenleben halten wir daher für sehr wichtig. Dies geschieht bestmöglich täglich während der Bring-, und Abholzeiten. Gerne vereinbaren wir auch einen gesonderten Termin zum Elterngespräch, wenn aktuelle Geschehnisse dieses erfordern.

 

Maria Montessori 

Das Apfelbäumchen e.V. arbeitet angelehnt an die Maria Montessori Pädagogik.

Diese lässt sich am einfachsten mit dem Motto: „Hilf mir es selbst zu tun!“ beschreiben.

Jedes Kind wird als eigenständige Persönlichkeit gesehen und in seiner Einzigartigkeit unterstützt und gefördert. Wir betrachten es als unsere pädagogische Aufgabe, jedes Kind bei der Entwicklung seiner Person liebevoll zu unterstützen und ihm Wege zur ganzheitlichen Entwicklung zu eröffnen.

Montessori ging davon aus, dass jedes Kind einen angeborenen Lerndrang hat und in seinem individuellen Rhythmus lernt. Unser Ziel ist es, diese Neugierde sowie die Freude am Lernen durch ausreichend Freispiel-Phasen zu erhalten. Kinder lernen vor allem durch Selbsterfahrungen (wie Erfolg und Misserfolg), wodurch das Gelernte besser verinnerlicht wird. Wir betrachten uns daher als Begleiter der Kinder, indem wir sie zu neuen Erfahrungen anleiten, sie dann aber ihre eigenen Erfahrungen machen lassen und weiterhin als Unterstützer zur Seite stehen.

Im Vordergrund unseres Handelns steht daher auch die Vermittlung von Selbstvertrauen und Selbständigkeit, da wir diese Eigenschaften als wertvoll für das weitere Leben ansehen. Dazu gehört unter anderem auch, dass die Kinder selber aufräumen, eine heruntergefallene Gabel selber aufheben oder auch der rücksichtsvolle Umgang mit anderen Menschen und Materialien.

 

Freispiel 

Ein Grundbaustein der Montessoripädagogik ist das Freispiel.

Dieses bietet die Grundlage für soziales Lernen, Kommunikation, Denk- und Wahrnehmungsprozesse, Kreativität sowie motorische Fähigkeiten. Daher kann das Spiel als Voraussetzung für die ganzheitliche Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit gesehen werden.

Das Kind wählt überwiegend sein Spielzeug, seinen Partner, den Ort sowie die Dauer eigenständig nach seinen Interessen und Bedürfnissen aus. Wir möchten ihm ausreichend Raum für freie Entscheidungen und freie Entfaltung ermöglichen. Das Kind lernt hauptsächlich im Spiel. Darin verarbeitet es seine Erlebnisse und erlebt und begreift seine Welt spielerisch mit allen Sinnen. 

 

Morgenkreis 

Dieser findet täglich nach dem Ankommen der Kinder statt und dient als erste

Orientierungsphase des Tages für die Gruppe. Jedes Kind wird hier wahrgenommen und erlebt sich als Teil seiner Gruppe. Durch die immer gleichen Abläufe des Morgenkreises werden erste logische Reihenfolgen erlebt, Konzentration und Ausdauer geschult, erlebt wie sich Sprache und Wörter zusammensetzen und die eigene Handlungsplanung erweitert.

Der Morgenkreis bietet den Kindern die Möglichkeit sich aktiv zu beteiligen und somit Einfluss auf die Gestaltung des eigenen Tagesablaufes zu nehmen.

 

Projektarbeit 

Als Projekt bezeichnen wir Aktionen, welche sich tage- wochen- oder jahresweise mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Unter anderem werden die Angebote, Lieder oder Geschichten auf den jeweiligen Schwerpunkt abgestimmt. Projekte ermöglichen es den Kindern, sich intensiv und auf die verschiedenste Art und Weise mit einem Thema auseinander zu setzen. Wichtig hierbei ist es, dass nicht nur vorgegebene Themen bearbeitet werden, sondern, dass sich die Themen für die Projekte auch aus den Beobachtungen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder ergeben. Ebenso werden die Kinder in die Planung, die Inhalte und den Ablauf aktiv mit eingebunden.

Projekte enden oftmals mit einer Präsentation oder Darstellung der erarbeiteten Ergebnisse oder Erkenntnisse. Dies ist für die Kinder sehr wichtig, da sie stolz auf ihre Erfahrungen sind und so Wertschätzung erfahren.

  

Naturpädagogik und Umweltbewusstsein 

Wir sehen unsere Aufgabe in der Naturpädagogik vor allem darin, den Kindern vielfältige Möglichkeiten für phantasievolle, abwechslungsreiche und faszinierende Naturbegegnungen zu ermöglichen. Die Natur hält viele wertvolle Entdeckungs-, Erlebnis- und Erfahrungsräume aber auch natürliche Spielmaterialien bereit.

Im Freien werden unzählige Sinne ganzheitlich angesprochen, die den Verstand, die Fantasie, sowie die Körperwahrnehmung aber auch das Selbstbewusstsein anregen.

Zudem kann die natürliche, stille und weite Umgebung, die im Spiel erlebt und entdeckt wird, Kindern ein besonderes Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Wir betrachten die Natur daher zum einen als Ort des Erforschens und Entdeckens, aber auch als einen Ort der Besinnung, Entspannung und des Bewusstseins. Der eigene Körper und die Wahrnehmung werden in der Natur anders wahrgenommen und gefordert. Für uns ist der Umweltschutz mit diesen Naturbegegnungen eng verbunden. Wir möchten daher mit unseren Ausflügen in die Natur bei den Kindern schon früh ein positives Grundgefühl zur Natur entwickeln. Wir sehen uns hier als Vorbild, in dem wir den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur vorleben. 

  

Gemeinsames Essen und gesunde Ernährung 

Das Apfelbäumchen e.V achtet auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die täglich frisch und direkt in der Einrichtung selbst zubereitet wird. Jeden Tag gibt es ein wechselndes Frühstück (Brot, Müsli, Obstsalat usw.), eine warme Mahlzeit mit zusätzlichem Gemüse und/oder Salat sowie einen Nachmittagssnack (Obst, Brezeln u.a.). Jede Mahlzeit wird täglich zu einem festgelegten Zeitpunkt gemeinsam eingenommen. Durch das gemeinsame Essen entsteht eine gemütliche Atmosphäre sowie ein Gemeinschaftsgefühl, welches das Essen zu einem Erlebnis werden lässt. Zudem lassen sich neue Erfahrungen und Erlebnisse, die das Kind im Kindergarten oder zu Hause gemacht hat, prima am Tisch austauschen. Wir beginnen jede Mahlzeit mit einem Lied oder einem Tischspruch, welches von den Kindern durch Zufallsprinzip aus unserer Frühstücks-Lieder-Box gezogen wird. Kein Kind wird bei uns gezwungen zu essen. Wir legen jedoch großen Wert darauf, dass alles einmal probiert wird.

Freitags kochen wir gemeinsam mit den Kindern. Gerade im Kindergartenalter sind Interesse und Lernbegierde sehr groß. Das Genießen der Mahlzeit wird umso schöner, wenn die Kinder bei der Auswahl des Essens, dem Einkauf und der Zubereitung mit einbezogen werden.

 

Eingewöhnung 

Um sich langsam an die neue Umgebung und Betreuungspersonen zu gewöhnen, wird die Eingewöhnungszeit ganz individuell den Bedürfnissen des Kindes angepasst. Dies kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern geschehen. Für Eltern ist es oft ein schwieriger Schritt, ihr Kind in eine Obhut zu geben. Die Eltern kommen deshalb zusammen mit ihrem Kind, vor der Aufnahme und Eingewöhnung zu einem pädagogischen Gespräch in die Einrichtung.

Das Kind kann dabei erste Eindrücke gewinnen und den Gruppenraum erkunden, während die Eltern die pädagogische Arbeit kennen lernen und das Vertrauen zu den Mitarbeiter aufbauen können. In den folgenden Tagen wird das Kind im Elementarbereich in der Regel langsam mit kontinuierlich zunehmender Stundenzahl alleine die Einrichtung besuchen. Nur bei kontinuierlicher Betreuung lassen sich Bindungen und Beziehungen aufbauen. Das Tempo wird in regelmäßigen Gesprächen mit den Eltern individuell festgelegt und gegebenenfalls angepasst.

 

Portfolioarbeit 

Portfolioarbeit ist eine Methode, die Entwicklung und die Erlebnisse der Kinder sichtbar zu machen und zu dokumentieren. Das Portfolio ist kontinuierlicher Wegbegleiter des Kindes während seiner gesamten Krippenzeit. Im Portfolio wird alles zusammen getragen, was die Entwicklung und die Lebenswelt des Kindes veranschaulicht. Das können selbstgemalte Bilder, Fotos von Ausflügen, „Seiten über mich“ (Lieblingsspielzeug, Meine Freunde etc.), „Seiten über meine Familie“, Lerngeschichten über einen Entwicklungsfortschritt o.ä. sein. Ein Portfolio kann auch als ein „Ich-Buch“ bezeichnet werden. Die Kinder dürfen sich ihr Portfolio jederzeit anschauen. Sie selbst sind es auch, die entscheiden dürfen wer ihr Portfolio anschauen darf. Am Ende der Kindergartenzeit bekommt jedes Kind sein Portfolio mit nach Hause. 

 

Schlafen und Ruhezeit 

Ein langer Tag in der Einrichtung muss Raum für ausgiebige Ruhephasen bieten, um nach den vielen Eindrücken auch wieder Kraft schöpfen zu können.

In unserer Einrichtung hat jedes Kind sein eigenes Bett und einen ihm vertrauten Gegenstand z.B. sein Schmusetuch, Kuscheltier oder Schnuller, welches das Einschlafen erleichtert und Sicherheit schafft. 

Die Kinder gehen gemeinsam ins Bett und bekommen von einer Pädagogin noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Die Pädagogin geht individuell und liebevoll auf die Schlafgewohnheiten der Kinder ein. 

Die Kinder, die keinen Mittagsschlaf mehr benötigen, haben während der Mittagsruhe Zeit für ruhiges Freispiel oder können an ruhigen Angeboten, wie malen, basteln, lesen, puzzeln, Bilderbuchbetrachtungen, Traumreisen und Massagen teilnehmen oder Hörspielen lauschen.

Um den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden sowie sie in der Entwicklung ihres Körperbewusstseins zu unterstützen, dürfen sich die Kinder jederzeit auch außerhalb der Schlafzeiten bei Müdigkeit zurück ziehen.

 

Feste, Feiern und Geburtstag 

Das Leben im Jahreskreislauf kommt dem menschlichen Bedürfnis nach Rhythmus entgegen. Vor allem Kinder genießen es, die unterschiedlichen Jahreszeiten intensiv wahrzunehmen und diese durch Feste wertzuschätzen. Im bewussten Erleben dieser Rituale erfahren Kinder Kontinuität.

Daher gestalten wir unseren pädagogischen Alltag stets orientiert an den jahreszeitlichen Begebenheiten und nutzen deren jeweilige Ressourcen und natürlichen Begebenheiten.

Wir feiern Feste wie Geburtstage, Fasching, Ostern, Sommer, Erntedank, St. Martin, Nikolaus sowie die Adventszeit.

An Geburtstagen wird mit den anderen Kindern der Gruppe gemütlich im Gruppenraum gefrühstückt. Die Eltern bringen in der Regel das Frühstück mit.

 

Das Geburtstagskind bekommt eine „Geburtstagskrone“, einen geschmückten Geburtstagsstuhl, einen geschmückten Geburtstagstisch und darf sich aussuchen neben welchen Kindern es sitzen möchte. Mit den beiden Sitznachbarn geht es nun vor die Tür. Die anderen Kinder bilden ein Spalier und singen ein Geburtstagslied. Das Geburtstagskind und die Sitznachbarn dürfen wieder herein kommen und durch das Spalier bis zu ihrem Platz laufen. Wenn alle Kinder sitzen wird noch mal ein Geburtstagslied gesungen oder die anderen Kinder dürfen dem Geburtstagskind reihum etwas wünschen. Dann darf das Geburtstagskind erzählen, was es schon bekommen hat und wie alt es geworden ist.

 

Abschlusskreis 

Jeder Tag wird mit einem gruppeninternen, gemeinsamen Abschlusskreis beendet. Diese Zeit wird benötigt, um den Tag reflektieren zu können, Ungeklärtes unter den Kindern zu klären, Kreisspiele durchzuführen, einen Ausblick auf den nächsten Tag zu geben, das Schlusslied zu singen und einen gemeinsamen Gruppenabschluss zu finden. Das gemeinsame Beenden des Tages fördert das Gruppengefühl, die Kommunikationsfähigkeit, das Erkennen von Abläufen und bietet Sicherheit.

 

Turnen 

Einmal in der Woche gehen wir mit den Kindern für 1,5 Stunden in die Turnhalle der Mühlbachhofschule. Durch den Einsatz von zahlreichen Turngeräten und Matten werden Bewegungslandschaften kreiert, in welchen die Kinder über Brücken balancieren, von Kästen springen, sich über Abgründe schwingen und so spielerisch Koordination, Beweglichkeit und Kraft trainieren können. 

 

Tagesablauf 

In der pädagogischen Arbeit mit Kindern sind verlässliche Bezugspersonen, ein fester Tagesablauf sowie wiederkehrende Abläufe von großer Bedeutung. Rituale erleichtern es den Kindern ihre vielfältigen Eindrücke zu ordnen, sich die Welt zu erklären und einen Platz in ihr zu finden. Ein festgelegter regelmäßiger Tages-, Wochen- und Jahresablauf mit immer wiederkehrenden Ritualen schafft Orientierung, Geborgenheit und Sicherheit und somit Selbstvertrauen.

 

08:00 – 08:30 Uhr                Bringzeit /Ankommen

08:30 – 08:45 Uhr               Morgenkreis

08:45 – 09:15 Uhr               Frühstück

09:15 – 09:30 Uhr               Hygiene (Wickeln)

09:15 – 12:00 Uhr               Geplante Angebote / nach Draußen / Freispiel

12:00 – 12:30 Uhr               Mittagessen

12:30 – 13:00 Uhr               Hygiene (Wickeln)

12:30 – 13:00 Uhr               Freispiel

13:00 Uhr                             1. Abholzeit

13:00 – 14:30 Uhr               Schlafen und Ruhezeit

14:30 – 14:45 Uhr               Vesper

14:45 – 15:15 Uhr               Hygiene (Wickeln)

14:45 – 15:15 Uhr               Freispiel

15:15 – 15:30 Uhr               Abschlusskreis

15:30 Uhr                             2. Abholzeit

15:30 – 16:30 Uhr               Freispiel / nach Draußen / geplante Angebote

16:30 – 17:00 Uhr               3.  Abholzeit 

 

Wöchentliche / jährliche Aktivitäten im Wechsel und je nach Situation: 

Spielplatzbesuche

Höhenpark Killesberg (Spielplatz, Tiergehege, Killesbergbahn und –turm)

Wasserspielplatz

Kräherwald

Gemeinsames Kochen und Einkaufen

Projekte

Ausflüge zum Bahnhof, Flughafen, Wochenmarkt

Bus- und Bahntouren

Sonnenhof

Naturkundemuseum Schloss Rosenstein und Museum am Löwentor

Kinderreich im Residenzschloss Ludwigsburg

Planetarium

Tierpark Nymphaea

Wilhelma

Haus des Waldes

Exploratorium Stuttgart

 

Öffentlichkeitsarbeit 

Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Teil der Kindergartenarbeit. Durch sie wird die eigene pädagogische Arbeit für Außenstehende transparent.

Dazu gehört für uns: 

jährliches Sommerfest

Tag der offenen Tür

Internetauftritt

Ausflüge in die Umgebung

Zusammenarbeit mit der Presse 

 

Kooperationen 

Um eine gute Bildungs- und Erziehungsarbeit leisten zu können ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Nicht selten ist es notwendig, die erforderliche Hilfe und Unterstützung bei entsprechenden Fachdiensten zu holen, um Kindern und Eltern Unterstützung anzubieten. Auch in anderen Bereichen leisten wir eine Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder.

 

Wir kooperieren oder arbeiten eng zusammen mit: 

Frühförderstellen

Gesundheitsamt

Jugendamt Stuttgart

den umliegenden Berufsschulen und Universitäten zur Ausbildung von Anerkennungspraktikanten

Kinderärzten

Mühlbachhofschule (Vorschulerziehung, Turnangebot)

Europäisches Schulfruchtprogramm

  

Zusammenarbeit mit den Eltern  

Wir sehen unsere Einrichtung als eine Familien begleitende und Familien unterstützende Einrichtung. Die Eltern sind unsere Partner bei der Betreuung ihrer Kinder. Dazu gehört es, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um Fragen und Probleme klären zu können. Eltern sind für uns Erziehungspartner. Gegenseitige Wertschätzung ist ein wichtiger Punkt unserer Zusammenarbeit. Austausch und Gespräche sind uns wichtig, um auf Fragen, Schwierigkeiten oder Bedürfnisse der Eltern eingehen zu können.  

Wir möchten euch bitten, mit Wünschen, Kritik und Problemen auf uns zuzukommen und diese mit uns zu besprechen. Uns liegt es am Herzen, uns regelmäßig mit euch auszutauschen. Dazu führen wir zweimal jährlich Entwicklungsgespräche sowie tägliche Tür- und Angelgespräche. 

Das gegenseitige Wissen um die Belange des Kindes gibt uns die Möglichkeit, uns in der gemeinsamen Erziehung zu unterstützen und zu ergänzen. 

Voraussetzung und Basis einer guten Elternarbeit ist ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis. Wir erwarten daher von den Eltern Offenheit, Ehrlichkeit, sachliche Kritik und gerne auch Anregungen. Unser Bestreben ist es, die Anregungen der Eltern zu integrieren und bestmöglich umzusetzen. Jedoch behalten wir uns Entscheidungen über pädagogische Aspekte vor.

Wir wünschen uns, dass die im Kindergarten bestehenden Regeln und Vereinbarungen auch von den Eltern akzeptiert und aktiv mitgetragen werden (Bring-und Abholzeiten).

Wir wollen im Gegenzug für die Eltern kompetente Ansprechpartner und vor allem Vertrauenspersonen sein. Eltern können von uns ebenfalls Ehrlichkeit, Offenheit und großes Engagement für ihr Kind erwarten. 

Da auch die Kommunikation zwischen den Eltern wichtig ist, ermöglichen wir diese an Bastelnachmittagen, Feiern, Cafés oder auch nur zum gemütlichen Beisammensein. Die Interessen der Eltern können auf Wunsch durch einen gewählten Elternbeirat vertreten werden, der aus einem Elternbeirat und einem Stellvertreter besteht.

 

Elternarbeit gestaltet sich bei uns durch: 

Infogespräche und pädagogische Gespräche vor Eintritt in den Kindergarten

Regelmäßige Entwicklungsgespräche

Tägliche Tür- und Angelgespräche

Infozettel

Aushänge an der Elternwand

Transparenz der pädagogischen Arbeit (Ausstellung von Kunstwerken, Portfolio-Einsicht zusammen mit dem Kind, Darstellung des Konzeptes und des Tagesablaufs, tägliche Bekanntgabe der Mahlzeiten und der Aktivitäten der Kinder)

Elternabende

Elterncafés

Bastelnachmittage

Elternbeirat

Beratende Elterngespräche

Mithilfe und Teilnahme bei Festen und Feiern

 

Gesprächsinhalte der Entwicklungsgespräche : 

Entwicklungsgespräche sind individuelle Gespräche, in denen sich Eltern und pädagogische Fachkräfte über die aktuelle Entwicklung des Kindes austauschen. Kindergartenarbeit kann letztlich ohne eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern nicht erfolgreich sein, da diese  die kindliche Entwicklung erstrangig prägen. Nur durch den Austausch von Erfahrungen mit dem Kind und anderen relevanten Beobachtungen sowie durch die Abstimmung von Erziehungszielen und -praktiken kann es zu einer Kontinuität zwischen familiärer Erziehung und der Erziehung im Kindergarten kommen. 

Schwerpunkte von Entwicklungsgesprächen können sein: 

Entwicklungsschritte des Kindes in den letzten Wochen oder Monaten

Aktuelle Interessen und Befindlichkeit des Kindes

Rolle des Kindes in der Gruppe

Beobachtungen des Kindes zu Hause

Beobachtungen des Kindes im Kindergarten (Entwicklungsstand)

Gemeinsame Zielvereinbarung für weitere Schritte

 

Voraussetzung für gelingende Elternarbeit: 

Eltern und Erzieherinnen sollten die Bedeutung von Familie und Kindergarten für das Kind anerkennen. Beide Seiten leisten eine gute Erziehungsarbeit. Die pädagogischen Kompetenzen und die Lebenserfahrung der jeweils anderen Seite sollten anerkannt und respektiert werden

Eltern und Erzieherinnen sollten einander vertrauen. Nur aus Vertrauen kann die Bereitschaft entstehen, sich für die andere Seite zu öffnen, Einblick gewähren zu lassen, auch über Probleme und Sorgen zu sprechen

Erzieherinnen und Eltern sollten nicht warten, bis die jeweils andere Seite aktiv wird, sondern aufeinander zugehen

Erziehungspartnerschaft bedeutet auch, dass man keine festgefügte Meinung hat ("So hat Erziehung auszusehen!").  Vielmehr sollten Eltern und Erzieher immer bereit sein, neue Gedanken, Vorschläge, Gestaltungsmöglichkeiten, kritische Äußerungen usw. anzunehmen und zu reflektieren - was natürlich nicht bedeutet, dass entsprechend gehandelt werden muss

Erzieherinnen und Eltern sollten in der Lage sein, in der Begegnung miteinander ihre Werte, Einstellungen, Rollenleitbilder und Erziehungsvorstellungen im Hinblick auf Familie bzw. Kindergarten zu überdenken

  

Qualitätsentwicklung und Sicherung  

Kindertageseinrichtungen haben für die Umsetzung von Qualitätszielen einen eigenständigen Auftrag in der Jugendhilfe, der von der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder bestimmt wird. 

Folgende ausgewählte Qualitätsziele sind sowohl im KJHG als auch in Landesausführungsgesetzen der Länder ausdrücklich genannt: 

Das Leistungsangebot der Kindertageseinrichtung soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren.

Die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit soll gefördert werden unter Berücksichtigung der individuellen und sozialen Situation jedes einzelnen Kindes.

Die Betreuung in Kindertageseinrichtungen soll auch dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen.

Die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen sollen berücksichtigt und die Gleichberechtigung gefördert werden.

Ganzheitliche Erziehung soll gewährleistet sein und soziale, individuelle, kulturelle und ökologische Aspekte Berücksichtigung finden.

In Zusammenarbeit mit den Eltern ergänzen und unterstützen Kindertageseinrichtungen die kindliche und familiäre Lebenswelt.

 

Qualitätsvoraussetzung und Rahmenbedingungen 

Die Qualität der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen wird im Wesentlichen bestimmt durch: 

die pädagogische Konzeption,

die Fachlichkeit der pädagogischen Kräfte (Ausbildung und Weiterbildung),

die Evaluation der Umsetzung der Konzeption sowie durch

die Relation zwischen Fachpersonal und Kinderzahl,

die Gruppengrößen,

die räumlichen Bedingungen und die Ausstattung

den Qualitätsanspruch und die Grundrichtung der Erziehung des Trägers (Leitbild)

 

Als Qualitätsmanagement von Kindertageseinrichtungen wird die kontinuierliche Entwicklung, Sicherung, Überprüfung und Verbesserung des Leistungsangebotes bezeichnet. Wir Mitarbeiter des Apfelbäumchens legen großen Wert darauf, unsere pädagogischen Ziele und Methoden, unser pädagogisches Angebot und Konzept sowie die Raumausstattung stets hinsichtlich der pädagogischen Qualitätsstandards zu überprüfen, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

 

Qualitätssicherung 

Zur Qualitätssicherung gehören für uns: 

Qualifiziertes vielfältiges Personal

Kontinuierliche Dokumentation und Beobachtung des Entwicklungsstandes (Portfolioarbeit)

Befragungen der Eltern, Kinder und deren gründliche Auswertung (Beschwerdemanagement, Zufriedenheitsermittlung )

Regelmäßige Mitarbeiterjahresgespräche

Erweiterung der Konzeption

Ausreichende Vor- und Nachbereitungszeit von z. B. Elterngesprächen, Entwicklungsgesprächen, Dokumentationen ( Portfolioarbeit ), Angebotsgestaltung

Teambesprechungen

Regelmäßige Fortbildungen sowie Fachliteratur

Regelmäßige Supervision

Regelmäßige Elternabende, Elterncafés und Entwicklungsgespräche

Hygienemanagement

Regelmäßige Kontrolle der Sachausstattung wie Spielmaterialien und

Zubehör auf Vollständigkeit und Unversehrtheit

Regelmäßige Begehung des Außenbereiches bzw. des Gartenbereiches zur Kontrolle der Baugestaltung, sowie Überprüfung der Außenspielgeräte

Dokumentation von Arbeits- und Organisationsabläufen, regelmäßige Überprüfung und Verbesserung

Regelmäßige große Teambesprechungen (einrichtungsübergreifend)

Jahreshauptversammlung (Vorstandswahlen)

  

 

Schlusswort

 

„Es gibt Dinge,

die wir unseren Kindern

auf den Lebensweg

mitgeben sollen:

Wurzeln und Flügel.

Kleinen Kindern Wurzeln,

die Halt geben

 

die Freiheit schenken.“

 

 

Cecilia Lasbury