Vorwort

Die vorliegende Konzeption soll als Richtlinie für die Arbeit in den Kindergruppen des Apfelbäumchen e.V. betrachtet werden. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir sehen es als unsere Aufgabe, sie immer wieder zu überprüfen und den Veränderungen anzupassen. Die Konzeption wurde erstellt für die Mitarbeiterinnen, Eltern, und für alle, die an unserer Arbeit interessiert sind.

 

Trägerschaft

Träger der Kindergruppen ist der gemeinnützige Verein Apfelbäumchen e.V. Er entstand aus einer Elterninitiative heraus, mit dem Ziel Betreuungsmöglichkeiten und Plätze für Kinder zu schaffen, die noch nicht im Kindergartenalter sind.

Heute betreibt der Verein zwei Einrichtungen, die in enger Kooperation nach der gleichen Konzeption arbeiten.

 

Lage

Die Einrichtungen des Apfelbäumchen e.V. befinden sich in zentraler Lage im Osten und Westen des Stadtgebiets der Landeshauptstadt Stuttgart. Beide Einrichtungen sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

 

Schließzeiten

Die nachfolgenden Schließzeitenregelungen gelten für alle Einrichtungen des Vereins Apfelbäumchen e.V.

Schließzeiten: Zwischen Weihnachten und Neujahr bleiben die Einrichtungen geschlossen.

Wir behalten uns vor, an Tagen zwischen Feiertagen und Wochenenden zu schließen. Nach Bedarfsermittlung werden die Schließzeiten rechtzeitig bekannt gegeben.

Personal

Der Apfelbäumchen e.V. entstand aus einer Elterninitiative heraus. Um auch als Familien freundlicher Arbeitgeber zu fungieren sind die meisten Mitarbeiter in Teilzeit angestellt. Einen geregelten, harmonischen Tagesablauf erreichen wir, indem wir immer mindestens drei Mitarbeiterinnen pro Tag einteilen. Diese setzen sich zusammen aus zwei pädagogischen Kräften (einer staatl. anerkannten Erzieherin / Erzieher und einer Kinderpflegerin / Kinderpfleger) und der organisatorischen Leitung mit langjähriger Erfahrung. Durch eine gute Zusammenarbeit und zeitliche und inhaltliche Abstimmung stellen wir sicher, dass jedes Kind eine Bezugsperson hat. Gerne ergänzen wir das Team zusätzlich mit Praktikanten, und 1-Euro-Jobbern.

Die Leitungsfunktionen sind aufgeteilt in eine organisatorische und pädagogische Leitung.

Im Einzelnen sind in den Einrichtungen des Apfelbäumchens für die Betreuung eingestellt: 

Krippe Nord 

1 Pädagogische Leitung
2 Pädagogische Fachkräfte
1 organisatorische Leitung
1 Praktikantin ect.

 Krippe Ost

1 Pädagogische Leitung je Gruppe
2 Pädagogische Fachkräfte je Gruppe
1 organisatorische Leitung
1 Praktikantin ect.

Krippe West

1 Pädagogische Leitung
2 Pädagogische Fachkräfte
1 organisatorische Leitung
1 Praktikantin ect.

 

Zur Entwicklung der Kinder nimmt das Spiel als beste Möglichkeit des Lernens und der Auseinandersetzung mit der Umwelt den größten Raum ein. In einer Atmosphäre in der sich Kinder wohl fühlen, werden sie spielerisch gefördert und sammeln Erfahrungen. Sie lernen in realen Lebenssituationen, wobei sie ihr Sozialverhalten entwickeln und zunehmend selbständig werden. In diesem Sinne gestalten wir den Tagesablauf für die Kinder:

Ab 8.00 Ankommen der Kinder und Freispiel

8.45 Uhr Frühstück

danach werden die Kinder gewickelt

Ca. 9.00 - 11.30 Uhr Freispiel

zusätzlich werden Aktivitäten angeboten wie Kneten, Malen,

Buch lesen etc. oder es wird auf den Spielplatz gegangen

Ca. 12.00 Uhr Mittagessen

Anschl. Zähne putzen, die Kinder werden gewickelt

Ca. 12.15 Uhr Ggf. findet hier ein Sing- und Spielkreis statt

13.00 Uhr Mittagschlaf / Abholung

Ca. 14.00 - 14.30 Uhr Die Kinder werden geweckt und gewickelt

Im Anschluss daran gibt es einen Mittagsimbiss

Bis ca. 15.00/16.30 Uhr Freispiel

Vor dem Abholen werden die Kinder ggf. noch einmal gewickelt

 

Ernährung

In unseren Einrichtungen werden bis zu drei Mahlzeiten eingenommen. Es werden feste Essenszeiten eingehalten, um die Kinder an einen Essensrhythmus zu gewöhnen. Die Kinder bekommen so viel Zeit wie sie brauchen, um Freude am Essen zu entdecken. So wird das natürliche Sättigungsgefühl gestärkt.

Das Frühstück findet um 8.45 Uhr statt. Wir bieten zum Frühstück abwechslungsweise Brot mit Wurst und Käse, dazu gibt es verschiedene Obst- und Gemüsesorten oder Müsli mit Milch bzw. Joghurt.

Ca. um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen. Die Entwicklung des Geschmacks beginnt schon früh und soll von einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Angebot an Gerichten mit Nachspeise unterstützt werden, welche wir in unserer Einrichtung selbst zubereiten. Da Kinder und Personal z.T. verschiedenen Nationalitäten angehören, wird auch bei uns eine kulinarische Vielfalt geboten. Natürlich wird auf religiöse Hintergründe und gesundheitliche Einschränkungen Rücksicht genommen.

Nachmittags wird eine Zwischenmahlzeit gereicht. Hier gibt es u.a. Obst, Rohkost, Kekse, und Joghurt. Während des ganzen Tages können die Kinder ihren Durst stillen indem sie sich ihre Getränkeflaschen selbst nehmen, welche sie von zu Hause mitgebracht haben.

 

Pädagogik

Die Einrichtungen des Apfelbäumchen e.V. sind private familienergänzende Tageseinrichtungen mit dem Erziehungsziel, die Entwicklung des Kindes altersentsprechend in den verschiedensten Bereichen zu fördern, zu unterstützen und zu stärken. Wir möchten, dass die Kinder sich in unserer Einrichtung wohl fühlen. Dies möchten wir mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld erreichen. Wir akzeptieren jedes Kind in seiner Persönlichkeit und möchten so ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufbauen.

Im Mittelpunkt steht bei uns die Erziehung zur Selbständigkeit, ähnlich wie dies bei Maria Montessori der Fall ist. Dies schlägt sich in kleinen alltäglichen Dingen nieder. So räumen die Kinder z.B. ihre Teller selbst ab, lernen sehr schnell selbständig mit Löffel und Gabel zu essen sowie nach dem Spielen wieder aufzuräumen.

Die Kinder dürfen bei uns selbst entscheiden, wo, mit wem, was und wie lange sie etwas spielen möchten. Dies ist ein wichtiger Bestandteil um:

  • Rücksichtnahme zu erlernen und zu üben

  • eigene Ideen zu verwirklichen

  • eigene Erlebnisse zu verarbeiten

  • Eigenmotivation zu entwickeln

  • aktive und passive Phasen selbst zu bestimmen

  • Spielpartner selbst auszuwählen

  • Gelerntes zu vertiefen und zu wiederholen

  • Sozialverhalten aufzubauen

  • Konfliktfähigkeit zu erlernen

Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder bei ihren Aktivitäten, beobachten, beraten, schlichten Streitereien, trösten bei Misserfolgen und Kummer und stehen als Spiel- und Ansprechpartner zur Verfügung.

Es werden während dem Freispiel auch Aktivitäten angeboten: z. B. Bücher lesen, Kneten, Malen, Singen. Die Angebote orientieren sich auch am jahreszeitlichen Ablauf und an den Interessen unserer Kinder. Sofern die Gruppensituation es zulässt bieten wir für alle Kinder gemeinsam einen Sing- und Spielekreis an.

Wichtig ist für uns auch die ganzheitliche Erziehung. Neben Sozialverhalten und Kreativität bietet das freie Spiel den Kindern eine große motorische Entfaltungsmöglichkeit. Unsere Räumlichkeiten bieten für jeden motorischen Entwicklungsstand Herausforderungen und Anregungen selbst aktiv zu werden: Matten zum Toben, eine Rutsche, ein Podest zum Klettern, Bobbycars, Dreiräder und vieles mehr.

In den kognitiven Bereich fällt u.a. die Sprachentwicklung. Viele Kinder die unsere Einrichtung besuchen können sich noch nicht sprachlich äußern. Um den Spracherwerb zu unterstützen bieten wir den Kindern viele Anreize durch Gespräche, Bücher, Spiele und Lieder.

Auch die Sauberkeitserziehung ist bei uns ein Thema. Neben dem schrittweisen Hinführen zum Sauber werden möchten wir die Kinder auch in der selbständigen Körperpflege unterstützen wie z.B. Zähne putzen, Gesicht und Hände waschen. Der Zeitpunkt zur Sauberkeitserziehung wird von den Eltern bestimmt. Das Personal berät Sie dabei gerne.

 

Eingewöhnung

Um sich langsam an die neue Umgebung und Betreuungspersonen zu gewöhnen, wird die Eingewöhnungszeit ganz dem Tempo des Kindes angepasst. Dies kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern geschehen. Für junge Eltern ist es oft ein schwieriger Schritt, ihr Kind in eine Obhut zu geben. Die Eltern kommen deshalb, vor der Aufnahme in die Einrichtung, mit ihrem Kind zu einem ausführlichen Informationsgespräch. Das Kind kann dabei erste Eindrücke gewinnen während die Eltern die pädagogische Arbeit kennen lernen und das Vertrauen zu den MitarbeiterInnen aufbauen können. Danach wird das Kind langsam mit kontinuierlich zunehmender Stundenzahl alleine die Einrichtung besuchen. Nur bei kontinuierlicher Betreuung lassen sich Bindungen und Beziehungen aufbauen. Das Tempo wird in Gesprächen mit den Eltern individuell festgelegt.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Wir sehen unsere Kinderkrippe als eine familienbegleitende und familienunterstützende Einrichtung. Die Eltern sind unsere Partner bei der Betreuung ihrer Kinder. Dazu gehört es, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um Fragen und Probleme gut klären zu können.

Der Austausch von Informationen ist uns sehr wichtig. Es besteht für die Eltern die Möglichkeit, zu Gesprächen zu kommen und Tür- und Angelgespräche zu nutzen. Bei Interesse bieten wir auch gerne eine Informationsveranstaltung in Form eines Elternkaffees oder -abends an. Da auch Kommunikation zwischen den Eltern wichtig ist, ermöglichen wir diese zu spontanen Bastelnachmittagen, Feiern, Kaffees oder auch nur zum gemütlichen Beisammensein. Die Interessen der Eltern können auf Wunsch durch einen gewählten Elternbeirat vertreten, der aus einem Elternbeirat und einem Stellvertreter besteht.